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TÜV: Pläne für günstigeren Führerschein gehen in die richtige Richtung

Theoretische Führerscheinprufung
Theoretische Führerscheinprüfung, Quelle: Nguyen Dang Hoang Nhu, Unsplash

Wer Auto fahren will, muss heute tief in die Tasche greifen und das nicht nur an der Tankstelle. Auch der Führerschein geht inzwischen richtig ins Geld. Die Politik strebt nun eine deutliche Senkung der Kosten für den Erwerb der Fahrerlaubnis an. Der TÜV begrüßt die Pläne aus Berlin grundsätzlich, meldet aber Bedenken bei den Details an.

Der TÜV-Verband begrüßt grundsätzlich die Pläne des Bundesverkehrsministeriums, den Führerscheinerwerb moderner und günstiger zu gestalten. „Bezahlbare Mobilität für alle, digitale Lernangebote, eine effizientere Ausbildung und mehr Transparenz bei den Prüfungsergebnissen sind wichtige und richtige Ziele“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband.

Sorge um Fahrpraxis und Kenntnisse der Fahranfänger

Bedenken äußert der Verband jedoch bei der geplanten Verkürzung der praktischen Fahrprüfung auf 25 Minuten. „Das wäre ein Rückschritt für die Sicherheit von Fahranfängern“, warnt Goebelt. „Die Prüfungsdauer muss ausreichend lang sein, um die Fahrkompetenz unter realen und zunehmend komplexen Verkehrsbedingungen verlässlich beurteilen zu können. Eine verkürzte ‚Fahrprüfung light‘ darf es nicht geben.“ Das Vorhaben widerspreche den 2021 eingeführten Qualitätsstandards, die auf einer wissenschaftlichen Überarbeitung und der Beteiligung aller relevanten Akteure beruhen. Zudem habe die Prüfungsdauer kaum Einfluss auf die Gesamtkosten des Führerscheins.

Führerschein: Fahrprüfung muss grundsätzlich modernisiert werden

Darüber hinaus sieht der TÜV-Verband Nachholbedarf bei anderen Maßnahmen. So müsse entschiedener gegen die wachsende Zahl an Täuschungsversuchen in Theorieprüfungen vorgegangen werden. Verbindliche und bundesweit einheitliche Lernstandskontrollen vor der Prüfungszulassung könnten die Erfolgsquote erhöhen, das System entlasten und die Kosten für Fahrschülerinnen und Fahrschüler senken.

Der Verband kündigt an, die geplante Reform konstruktiv im Gesetzgebungsverfahren zu begleiten, mit dem Ziel, Kosteneffizienz, Digitalisierung und Verkehrssicherheit in Einklang zu bringen.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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