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Spritpreise steigen weiter: Super E10 nähert sich Allzeithoch

Tanken
Symbolbild Tanken; Quelle: Skitterphoto/Pixabay

Die Kraftstoffpreise in Deutschland entwickeln sich erneut gegensätzlich: Während Super E10 spürbar teurer wird, verzeichnet Diesel einen leichten Preisrückgang. Laut aktuellen Auswertungen des ADAC treibt die geopolitische Lage im Nahen Osten zwar die Rohölpreise an, das aktuelle Niveau an den Zapfsäulen bleibe jedoch unberechtigt hoch.

Benzin steuert auf Rekordwert zu

Im bundesweiten Durchschnitt kostet ein Liter Super E10 derzeit rund 2,183 Euro. Das entspricht einem Plus von 2,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Damit bewegt sich der Benzinpreis erneut stark in Richtung des bisherigen Allzeithochs aus dem März 2022. Diesel-Fahrer kommen hingegen geringfügig günstiger davon: Ein Liter kostet aktuell im Schnitt 2,232 Euro, was einem Rückgang von 1,6 Cent gegenüber der Vorwoche entspricht.

Spannungen im Nahen Osten verteuern Rohöl

Haupttreiber der gestiegenen Rohölnotierungen sind erneute militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran. Die für Europa maßgebliche Sorte Brent verteuerte sich innerhalb einer Woche um rund acht Prozent auf knapp 95 US-Dollar pro Barrel. Aus Sicht des ADAC erklärt dieser Anstieg das derzeitige Preisniveau an den Tankstellen jedoch nur unzureichend. Vor allem die entgegengesetzte Preisentwicklung von Benzin und Diesel zeige, dass der Markt sich teilweise entkoppelt habe und die Kraftstoffpreise insgesamt weiterhin auf einem zu hohen Niveau verharren.

ADAC rät zum Tanken kurz vor Mittagszeit

Um beim Tanken Geld zu sparen, empfiehlt der Automobilclub Autofahrerinnen und Autofahrern, möglichst kurz vor 12 Uhr an die Zapfsäule zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt sind die Preise im Tagesverlauf erfahrungsgemäß am niedrigsten, bevor sie ab Mittag schlagartig ansteigen und im weiteren Verlauf nur langsam wieder sinken. Zur gezielten Suche nach günstigen Anbietern im Umkreis empfiehlt sich zudem die Nutzung von Spritpreis-Apps wie ADAC Drive.


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