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Schlechte Tesla-Zahlen: Ist die deutsche Gigafactory in Gefahr?

Die Stimmung in der deutschen Tesla-Gigafactory in Grünheide ist derzeit alles andere als elektrisierend. Wie die Berliner Zeitung berichtet, macht das Gespenst einer möglichen Werksschließung die Runde. Was vor kurzem noch als undenkbar galt, scheint angesichts dramatischer Absatzeinbrüche und interner Machtkämpfe plötzlich im Bereich des Möglichen zu liegen.
Absatz bricht ein
Der Hauptgrund für den Giga-Frust liegt auf der Hand: Die Zahlen stimmen nicht. Der Absatz ist im Jahr 2025 drastisch eingebrochen. Das Model Y, einst der unangefochtene Bestseller, findet wohl nicht mehr genügend Abnehmer, um die Kapazitäten des Werks in Brandenburg auszulasten.
Wahljahr für Betriebsrat erschwert die Lage
Hinzu kommt ein erbitterter interner Konflikt. Kurz vor den anstehenden Betriebsratswahlen verschärft sich der Ton zwischen der Werksleitung und der Gewerkschaft IG Metall. Werksleiter André Thierig warnte laut Medienberichten davor, dass ein zu starker Einfluss der Gewerkschaft den Standort gefährden könnte. Diese Aussage wird von vielen Mitarbeitern als indirekte Drohung aufgefasst. Die Atmosphäre im Werk wird als toxisch beschrieben, geprägt von Misstrauen und Unsicherheit.
Sollte sich die Nachfrage in Europa nicht schnell erholen, steht Tesla vor schwierigen Entscheidungen. Experten halten eine komplette Schließung zwar noch für ein Extremszenario, doch allein die Diskussion darüber zeigt, wie ernst die Lage ist.
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