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Grünheide

Schlappe für Gewerkschaft: IG Metall unterliegt bei Betriebsratswahl in Teslawerk

Tesla auf dem Gelände der Gigafactory in Grünheide
Tesla auf dem Gelände der Gigafactory in Grünheide, Bild: Maxim/Unsplash
  • Bei der Betriebsratswahl im Teslawerk am Standort Grünheide unterlag die Liste der Gewerkschaft IG Metall.
  • Sie war aus der letzten Wahl noch als stärkste Liste hervorgegangen.
  • Die IG Metall kündigte an, trotz des enttäuschenden Ergebnisses an ihrem Engagement in Grünheide festzuhalten.

Bei der Betriebsratswahl im Tesla Werk in Grünheide hat sich die Liste „Giga United“ als stärkste Kraft durchgesetzt. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit.

Rückschlag für IG Metall in Grünheide

Nach dem vorläufigen Endergebnis entfielen 24 der insgesamt 37 Sitze im Betriebsrat auf die Liste um die bisherige Betriebsratsvorsitzende Michaela Schmitz. Die Gewerkschaft IG Metall belegte den zweiten Platz und verlor damit an Zustimmung im Werk, wie der RBB berichtet. Bei der vorherigen Betriebsratswahl vor zwei Jahren hatte ihre Liste noch die meisten Stimmen erhalten.

Nach Angaben von Tesla lag die Wahlbeteiligung der rund 10.700 Beschäftigten bei etwa 90 Prozent.

Gewerkschaft hält an Engagement in Grünheide fest

Die IG Metall erklärte in einer Mitteilung, sie wolle sich trotz des für sie enttäuschenden Ergebnisses weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen am Standort einsetzen.

In Grünheide tobt schon lange ein erbitterter Konflikt zwischen den Vertretern der Gewerkschaft und Teilen des Betriebsrats, die der Werksleitung in vielen Positionen nahestehen.

Zuletzt war seitens der Unternehmensleitung ebenfalls in die Auseinandersetzung eingegriffen worden, als mit einem Aus für eine mögliche Erweiterung des Standorts gedroht wurde. De facto entscheidet sich diese Planung indes mit Blick auf die Verkäufe und somit die Auslastung der Tesla-Werke.


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