BMW
Prognose kassiert: BMW-Gewinnwarnung prügelt Autoaktien runter

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- BMW hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert.
- Diese unerwartete Gewinnwarnung kam an der Börse gar nicht gut an.
- Die Aktie des Münchner Autobauers schloss heute gut 8% tiefer.
- Auch die Papiere von Mercedes-Benz und Volkswagen gerieten im Sog der Entwicklung unter Druck.
BMW hat mit einer Gewinnwarnung die Investoren gehörig aufgeschreckt. Als Gründe für die gesenkte Prognose nennt BMW die anhaltende Schwäche des Automobilmarktes, den verschärften Wettbewerb in China, die Folgen des Nahostkonflikts sowie weiterhin hohe Energiepreise. Diese Faktoren hätten bereits im zweiten Quartal zu einem deutlichen Rückgang von Ergebnis und freiem Cashflow geführt.
Auch 2026 wird nicht rosig
Für 2026 rechnet BMW nun mit einem leichten Rückgang der Auslieferungen im Automobilgeschäft. Zuvor war das Unternehmen von einem Absatz auf Vorjahresniveau ausgegangen. Auch bei der Profitabilität wird der Konzern vorsichtiger: Die operative Marge im Automobilsegment soll nur noch zwischen ein und drei Prozent liegen, nachdem bislang vier bis sechs Prozent erwartet worden waren. Zudem wird beim Vorsteuerergebnis nun ein deutlicher statt lediglich moderater Rückgang prognostiziert.
Chinageschäft will sich nicht erholen
Besonders belastend bleibt die Entwicklung in China. Dort hat sich der Absatzrückgang im zweiten Quartal laut BMW weiter verschärft, vor allem bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck in China und weiteren Märkten im asiatisch-pazifischen Raum zu. Zuwächse in Europa und den USA reichen nach Unternehmensangaben nicht aus, um die Schwäche in der Volksrepublik auszugleichen.
Zusätzlich verweist BMW auf die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten, der die Energiepreise steigen lasse und die Konsumstimmung in zahlreichen Märkten belaste. Weltweit erwartet der Konzern daher inzwischen einen leichten Absatzrückgang.
BMW-Chef Milan Nedeljkovic kündigte als Reaktion weitere Maßnahmen zur Kostensenkung an. Bestehende Programme sollen beschleunigt und ausgeweitet werden. Kurzfristig werde dies im zweiten Halbjahr allerdings zunächst zu zusätzlichen Belastungen führen, bevor sich positive Effekte in den kommenden Jahren bemerkbar machen.
Analysten bewerten die Gewinnwarnung als ungewöhnlichen Schritt für BMW. Während Marktbeobachter mit einer Anpassung der Prognose aufgrund der China-Schwäche gerechnet hatten, überraschte viele das Ausmaß der Korrektur. Experten gehen davon aus, dass der Konzern seine globale Produktions- und Beschaffungsstrategie überprüfen könnte. Dabei könnten künftig Nordamerika und China stärker in den Fokus rücken.
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