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Prognose gekappt: Rivian leidet unter Zollkrieg

Rivian R2 Interieur
Rivian R2 Interieur, Quelle: Pressefoto

Rivian rasiert seine Prognose. Der Grund: Der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Zollkrieg verteuert die Fahrzeuge für viele Kunden.

Der US-Elektroautobauer Rivian, Kooperationspartner von Volkswagen, hat seine Absatzerwartungen für 2025 deutlich nach unten korrigiert. Grund dafür sind die neuen US-Zölle auf importierte Fahrzeugteile, die zu einem spürbaren Anstieg der Produktionskosten führen, wie das Handelsblatt berichtet.

Auslieferungen von Rivian werden fallen

Statt wie bisher geplant 46.000 bis 51.000 Fahrzeuge, rechnet Rivian nun nur noch mit der Auslieferung von 40.000 bis 46.000 Einheiten. Rivian-CEO RJ Scaringe erklärte am Dienstag, dass die Kosten pro Fahrzeug um mehrere Tausend Dollar gestiegen seien. Gleichzeitig sei die Zahlungsbereitschaft der Kunden gesunken: „Die Menschen investieren zurückhaltender und achten stärker auf den Preis als früher“, so Scaringe.

Um die Auswirkungen der Zölle abzufedern, will Rivian seine Lieferkette neu aufstellen. Dazu kündigte das Unternehmen am Montag Investitionen in Höhe von 120 Millionen US-Dollar an, um Zulieferer in der Nähe des Werks in Illinois anzusiedeln.

Die Zölle gehen auf eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump zurück, der einen 25-Prozent-Aufschlag auf importierte Fahrzeuge und Autoteile verhängt hatte. Inzwischen gibt es für Hersteller mit US-Standorten allerdings gewisse Erleichterungen bei importierten Komponenten.

Erstes Quartal verläuft noch halbwegs nach Erwartungen

Trotz der Herausforderungen konnte Rivian im ersten Quartal 2025 einen Gewinn von 206 Millionen Dollar verbuchen. Rivian arbeitet derzeit mit Volkswagen an einer Softwarepartnerschaft im Umfang von 5,8 Milliarden US-Dollar – ein zentraler Bestandteil der Strategie beider Unternehmen, um im E-Mobilitätsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.


Themen des Beitrags:
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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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