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Porsche im Pech: Toxische Mischung frisst 2025 fast ganzen Gewinn auf

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Porsche: Bild: Pixabay
  • Der Sportwagenhersteller Porsche hat im Jahr 2025 einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet.
  • Nach Angaben des Mutterkonzerns Volkswagen sank das operative Ergebnis auf 90 Millionen Euro.
  • Im Vorjahr hatte es noch rund 5,3 Milliarden Euro betragen.

Bei Porsche läuft es alles andere als gut: Die VW-Tochter hat im vergangenen Jahr so gut wie nichts verdient. Unter Einbeziehung des Finanzdienstleistungsgeschäfts lag das Ergebnis bei 413 Millionen Euro, nachdem 2024 noch etwa 5,6 Milliarden Euro erzielt worden waren. Analysten hatten im Vorfeld mit einem operativen Gewinn von knapp einer halben Milliarde Euro gerechnet.

China, Zölle und eigene Fehler verhageln das Geschäftsjahr

Als Gründe für den starken Rückgang gelten unter anderem schwächere Verkäufe in China, höhere US-Zölle sowie strategische Fehleinschätzungen beim Tempo der Elektrifizierung. Porsche hatte zunächst stärker auf Elektromobilität gesetzt, reagiert nun jedoch auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und richtet seine Modellstrategie teilweise neu aus.

Für das Jahr 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang der Auslieferungen. Gleichzeitig soll sich die operative Rendite laut früheren Aussagen aus einer Analystenkonferenz wieder verbessern und auf mehr als fünf Prozent steigen.

Auch Mutter VW geht am Stock

Auch beim Volkswagen-Konzern insgesamt ging der Gewinn im vergangenen Jahr deutlich zurück. Der Nettogewinn sank 2025 auf 8,9 Milliarden Euro. Belastend wirkten neben den Schwierigkeiten bei Porsche auch höhere Zölle in den USA. Der Umsatz blieb mit rund 322 Milliarden Euro weitgehend stabil.

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent. Die operative Rendite soll auf vier bis 5,5 Prozent steigen, nachdem sie 2025 bei 2,8 Prozent gelegen hatte.


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