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Polestar 0 Project: CO2-neutrales Auto ohne Kompensationsmaßnahmen bis 2030

Polestar 0 Project; Quelle: Pressefoto

Elektromobilität. Der Hersteller Polestar will bis 2030 ein klimaneutrales Auto auf die Straße bringen. Dabei will der Autobauer zur Kompensation nicht etwa Bäume pflanzen oder RECS-Zertifikate kaufen. Viel mehr soll die Produktion des neuen Modells keine CO2-Emissionen verursachen.

Was besonders an dem Projekt ist? Alle Zulieferer und deren Zulieferer sollen klimaneutral arbeiten. Die Logistik, also der Transport von Teilen und Autos, darf ebenfalls keine Treibhausgase verursachen. Der schwedische Hersteller Polestar hat nun erste Partner für sein Project 0 ausgewählt, heißt es in einer Pressemeldung.

Bereits im April 2021 wurde das Projekt angekündigt. Acht Monate später wurde ein internes Projektteam gegründet. Dieses hat nun erste Partner gefunden, die sich demselben Ziel verschrieben haben: Klimaneutral zu sein. Die Partner kommen aus den Bereichen Metall, Sicherheit, Fahrsysteme und Elektronik. Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit sind bereits unterschrieben worden.

Die Partner: SSAB, Hydro, ZF, Autoliv und ZKW

Der schwedische Stahlkonzern SSAB will Stahl liefern, der ohne fossile Energien erzeugt wurde. Für „kohlenstofffreies“ Aluminium beim Karosseriebau wird der norwegische Spezialist Hydro sorgen. Um die klimaneutrale Produktion des Elektroautos soll sich der deutsche Zulieferer ZF kümmern.

Die Sicherheitsausstattung wie Airbags oder Sicherheitsgurte werden vom schwedisch-amerikanischen Spezialisten Autoliv geliefert. Die Bereiche Licht und Autoelektronik fallen in die Kompetenz von ZKW, einer österreichischen Firma.

„Es war von Anfang an klar, dass dies keine Solo-Mission ist, und wir freuen uns sehr, eine so starke Aufstellung interessierter Partner präsentieren zu können, die alle auf ihrem Gebiet führend sind. Wir nutzen Innovation und Kollaboration, um die Klimakrise anzugehen“, sagt Thomas Ingenlath, CEO von Polestar.

Polestar 2
Polestar 2; Quelle: Pressefoto

Beim Thema Batterieproduktion hat Polestar bisher noch keinen Kooperationspartner gefunden. Dabei ist gerade diese besonders drängend hinsichtlich der Reduktion von CO2. Nach einer unternehmensinternen Analyse verbraucht ein Polestar 2 nicht weniger als 26 Tonnen CO2. Vor allem wegen der energieintensiven Batterieproduktion ist der ökologische Fußabdruck größer als beim einem fossil angetriebenen Volvo XC40. Erst nach 50.000 gefahrenen Kilometern ist das Elektroauto günstiger.


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