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Personalpolitik: Audi fährt Zeitarbeit im Unternehmen zurück

Vier Ringe, Audi, Logo, Kühlergrill
Audi Logo, Quelle: Pixabay
    • Audi beendet den Einsatz von Zeitarbeitern am Standort Neckarsulm.
    • Bis Ende Juni sollen alle noch verbliebenen Leiharbeitskräfte das Unternehmen verlassen.
    • Betroffen ist eine niedrige dreistellige Anzahl an Mitarbeitern.

Audi stoppt den Einsatz von Zeitarbeitern an seinem Standort in Neckarsulm: Der Autobauer bestätigte auf Anfrage der Tagesschau, dass der Bedarf an zusätzlichem Personal nach dem weitgehend abgeschlossenen Modellwechsel der Baureihen A5 und A6 deutlich zurückgegangen sei. Zeitarbeit werde bei Audi vor allem genutzt, um vorübergehende Produktionsspitzen abzufedern. Fällt dieser Bedarf weg, werde die Zahl der eingesetzten Leiharbeitskräfte entsprechend reduziert.

Zeitarbeit lange von zentraler Bedeutung in Neckarsulm

In den vergangenen Jahren hatte Audi den Personalbedarf in Neckarsulm und den Böllinger Höfen in Heilbronn zeitweise stark über Zeitarbeit gedeckt. In Spitzenzeiten waren dort bis zu 1.600 Zeitarbeiter beschäftigt. Bereits seit Sommer vergangenen Jahres wurde deren Zahl schrittweise verringert. Mit dem Auslaufen der letzten Verträge Ende Juni endet nun der Einsatz von Zeitarbeitern vollständig.

Gleichzeitig verweist Audi darauf, dass zahlreiche ehemalige Leiharbeitskräfte in feste Beschäftigungsverhältnisse übernommen wurden. Nach Unternehmensangaben liegt die Zahl der Übernahmen im unteren dreistelligen Bereich. Medienberichten zufolge sollen zwischen 200 und 300 Beschäftigte unbefristete Arbeitsverträge erhalten haben.

Keine Änderungen für Festangestellte

Für die Stammbelegschaft bleibt die Lage vorerst stabil. Die bestehende Beschäftigungssicherung bis 2033 schließt betriebsbedingte Kündigungen aus.

Zuletzt war das Werk Neckarsulm durch Spekulationen über mögliche Kapazitätsanpassungen innerhalb des Volkswagen-Konzerns in den Fokus geraten. Hintergrund waren Berichte über interne Diskussionen zu einer möglichen Reduzierung von Produktionskapazitäten in Deutschland. Audi betont jedoch, dass bislang keine Entscheidungen über weitere Anpassungen an deutschen Standorten getroffen wurden.

Finanzvorstand Jürgen Rittersberger hatte zuletzt auf den wirtschaftlichen Druck in der Branche hingewiesen und weitere Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit angekündigt. Gleichzeitig bezeichnete das Unternehmen den Standort Neckarsulm als modern und gut ausgelastet.


Themen des Beitrags:
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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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