Robotaxi
Nach Tesla nun auch Nvidia: Nächster Tech-Titan will Robotaxis los schicken

Tesla ist nicht der einzige der Magnifizenz 7, der mit Robotiaxis ein neues Geschäftsfeld eröffnen will. Auch Nvidia hat offenbar Pläne für eigene selbstfahrende Taxis. Sie sollen schon ab 2027 auf die Straße. Allerdings hat Nvidia anders als Tesla gar keine praktische Erfahrung mit dem Bau kompletter Autos. Hierfür will man sich einen Partner ins Boot holen.
Der US Chiphersteller Nvidia will seine KI Kompetenz künftig stärker im Markt für autonomes Fahren monetarisieren. Bereits im kommenden Jahr plant der Konzern laut Berichten gemeinsam mit einem Partner den Start eines Robotaxi Dienstes, der vollständig auf eigener Hard und Software basiert. Perspektivisch soll die Technologie auch in Serienfahrzeuge für Privatkunden Einzug halten.
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Konzernchef Jensen Huang stellte die Pläne auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vor. Ziel sei es, Fahrzeuge mit Künstlicher Intelligenz auszustatten, die Verkehrssituationen ähnlich wie ein Mensch erfassen, bewerten und darauf basierend Fahrentscheidungen treffen können. Zwischen 2028 und 2030 soll die Technik laut Huang auch für Endkundenfahrzeuge verfügbar werden. Langfristig gehe Nvidia davon aus, dass eines Tages rund eine Milliarde Fahrzeuge autonom unterwegs sein könnten.
Den aktuellen Entwicklungsstand demonstrierte Nvidia bereits wenige Wochen vor der Messe gemeinsam mit Mercedes-Benz. Ein Serienfahrzeug des neuen Modells CLA absolvierte dabei eine rund 45 Minuten lange Testfahrt durch den öffentlichen Straßenverkehr von San Francisco. Das Fahrzeug beachtete Ampeln, Vorfahrtsregeln, Verkehrsschilder und Fußgänger. In zwei Situationen musste ein Sicherheitsfahrer eingreifen.
Städtischer Verkehr für Robotiaxis immer noch harte Nuss
Für das autonome Fahren im urbanen Raum ist eine präzise Interpretation komplexer Situationen erforderlich, etwa ob Personen die Straße überqueren wollen oder sich lediglich am Gehweg aufhalten. Der Mercedes CLA nutzt dafür zehn Kameras und fünf Radarsensoren und erreicht damit automatisiertes Fahren auf Level 2+. Für den geplanten Robotaxi Betrieb will Nvidia zusätzlich Lidarsensoren einsetzen, die das Umfeld dreidimensional erfassen und menschliche Überwachung überflüssig machen sollen, damit setzt man sich von Tesla ab, das konsequent auf die billigeren, aber technisch in vielen Situationen unterlegenen Kameras setzt. Damit wird autonomes Fahren auf Level 4 angestrebt. In den kommenden Jahren sollen diese Systeme in Fahrzeugen verschiedener Hersteller zum Einsatz kommen.
Der Wettbewerb im Robotaxi Markt nimmt derweil deutlich zu. Als technologischer Vorreiter gilt bislang die Google Tochter Waymo, die in mehreren US Städten rund 2.500 fahrerlose Fahrzeuge betreibt. Weitere Anbieter drängen nun verstärkt in den Markt.
So kündigte der Fahrdienstvermittler Uber an, noch in diesem Jahr autonome Elektrofahrzeuge des Herstellers Lucid in San Francisco einzusetzen. Die unter dem Projektnamen Gravity laufenden Fahrzeuge werden von der Software des Entwicklers Nuro gesteuert. Nach Angaben des Lucid Interimschefs Marc Winterhoff hat Uber zunächst 20.000 Fahrzeuge bestellt. Mittelfristig erwartet er ein jährliches Marktpotenzial im sechsstelligen Bereich allein für Lucid.
Bereits ohne Lenkrad und Pedale unterwegs sind autonome Fahrzeuge der Amazon Tochter Zoox, die in Las Vegas im Realbetrieb getestet werden. Auch der deutsche Zulieferer Bosch präsentierte auf der Messe seine Systeme zum autonomen Fahren, die unter anderem beim Partner Volkswagen erprobt werden.
Nach Einschätzung von Peter Fintl, Automobilexperte beim Beratungshaus Capgemini, erhöht Nvidias Vorstoß den Druck auf deutsche Hersteller erheblich. Zwar habe Deutschland frühzeitig einen vorbildlichen Rechtsrahmen für automatisiertes Fahren geschaffen, bei der schnellen Umsetzung marktfähiger Anwendungen sei man jedoch ins Hintertreffen geraten. Nvidia profitiere auch davon, dass wichtige Zukunftstechnologien wie Lidar von europäischen Zulieferern nicht konsequent weiterentwickelt worden seien. Nun zeige sich, wie schnell neue Akteure den Markt besetzen könnten.
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