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Mercedes EQS: Umweltcheck bestanden

Mercedes EQS
Mercedes EQS; Quelle: Pressefoto

Elektromobilität. Mercedes-Benz untersucht in der sogenannten Ökobilanz alle umweltrelevanten Aspekte eines Elektrofahrzeuges. Als erstes Modell, das auf der elektrischen Architektur für große Fahrzeuge basiert, hat der Mercedes EQS 450+ (WLTP Stromverbrauch kombiniert: 19,8-15,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen: 0 g/km) jetzt den 360° Umweltcheck bestanden.

Von der Herstellung der Rohstoffe über die Produktion und den Fahrbetrieb bis hin zum Recycling am Ende des Autolebens: All jene Aspekte eines Elektrofahrzeuges untersuchen unabhängige Gutachter. Beim neuesten Umweltcheck konnte der EQS bestehen, meldet der Hersteller in einer Pressemeldung.

Die Nachhaltigkeit des EQS auf einen Blick

Wichtige Faktoren in der Ökobilanz eines Elektroautos sind vor allem die Produktion der Hochvoltbatterie und die externen Ladevorgänge im Fahrbetrieb. Mercedes-Benz geht bei dieser Bilanz von zwei unterschiedlichen Szenarien aus. Im Szenario EU Strom-Mix ist der europäische Strom-Mix für das Laden der Hochvoltbatterie berücksichtigt. Im regenerativen Szenario kommt bei der Fertigung der Batteriezellen und für die Ladevorgänge in der Nutzungsphase erneuerbar erzeugte Energie zum Einsatz. Beide Modelle legen der Berechnung eine Laufleistung von 300.000 Kilometer zugrunde.

  • Der Kobaltanteil an den Kathoden der Batteriezellen des EQS liegt bei zehn Prozent.
  • Die Bauteile des EQS wiegen über 80 Kilogramm und bestehen anteilig aus ressourcenschonenden Materialien.
287 Bauteile aus ressourcenschonenden Materialien für den EQS
287 Bauteile aus ressourcenschonenden Materialien für den EQS; Quelle: Pressefoto
  • Mit seinem cw-Wert ab 0,20 ist der EQS aktuell das aerodynamischste Serienauto der Welt. Gegenüber anderen Elektroautos besitzt der EQS eine vier bis fünf Prozent bessere Reichweite.
  • Das Dach der Factory 56, der EQS-Produktionsstätte, ist mit 12.000 Photovoltaik-Modulen bestückt. Sie decken durchschnittlich 30 Prozent des Energiebedarfs der Fabrik ab. Außerdem kam im Kopfbau erstmals Recycling-Beton zum Einsatz.
  • Acht Mercedes-EQ-Baureihen werden 2022 an sieben Standorten auf drei Kontinenten produziert.
  • 6,5 Tonnen CO2 werden im Vergleich zu Neuware bei den Bodenbelägen gespart. Diese bestehen aus regeneriertem Nylon.
  • Nach der Nutzung im Auto ermöglicht Mercedes-Benz seinen Batterien ein zweites Leben. Das Unternehmen hat gemeinsam mit Partnern bisher drei Großspeicher mit rund 50 MWh Energie ans deutsche Stromnetz gebracht.
  • Der Großteil der Lieferanten, die für rund 90 Prozent des jährlichen Einkaufsvolumens stehen, wollen künftig CO2-neutral produzierte Teile liefern. Spätestens ab 2039 dürfen nur noch Produktionsmaterialien die Werkstore von Mercedes-Benz passieren, die in allen Wertschöpfungsstufen bilanziell CO2-neutral sind.
  • Seit 2018 schafft Mercedes Transparenz in den Kobalt-Lieferketten. Dafür wurden über 183 Betriebe identifiziert und über 60 Audits durchgeführt.
  • Im Werk Hedelfingen werden ab 2022 die Lithium-Ionen-Batterien CO2-neutral hergestellt.

Themen des Beitrags:
Mercedes-Benz

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