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Made in China: BMW startet Massenproduktion neuer Hochvoltbatterien

BMW Zentrale
Die BMW-Zentrale in München, Quelle: Simon Vollformat, Unsplash
    • BMW hat im chinesischen Shenyang die Serienproduktion seiner neuen Gen6-Hochvoltbatterien aufgenommen.
    • Die Batterien der sechsten Generation sind für die künftigen, in China gefertigten Elektroautos der Neuen Klasse vorgesehen.
    • Nach Debrecen in Ungarn und Irlbach-Straßkirchen in Deutschland ist Shenyang der dritte Standort im weltweiten Produktionsnetzwerk für die neue Batterietechnologie.

BMW produziert seine neuen Hochvoltbatterien der sechsten Generation ab sofort in Serie und zwar in China. Mit der lokalen Fertigung verfolgt BMW das Ziel, die Batterien möglichst nah an den jeweiligen Fahrzeugwerken herzustellen. Dadurch sollen Transportwege verkürzt, Lieferketten stabilisiert und Produktionskosten reduziert werden, schreibt der Autobauer. Weitere Batteriewerke in Woodruff in den USA und San Luis Potosí in Mexiko sollen in den kommenden Monaten die Serienproduktion aufnehmen.

Neue Batteriezellen ermöglichen mehr Reichweite

Die Gen6-Batterien nutzen neu entwickelte Rundzellen, deren Energiedichte nach Angaben von BMW mehr als 20 Prozent über der bisherigen Zellgeneration liegt. Die neue Technologie soll sowohl die Ladegeschwindigkeit als auch die Reichweite der Elektrofahrzeuge um bis zu 30 Prozent verbessern.

Eine wesentliche Neuerung ist das sogenannte Cell-to-Pack-Verfahren. Dabei werden die Batteriezellen direkt in das Batteriegehäuse eingebaut, ohne sie zuvor zu einzelnen Modulen zusammenzufassen. Dadurch lässt sich der vorhandene Bauraum besser nutzen.

Hinzu kommt eine neue zentrale Steuereinheit namens Energy Master, die direkt auf der Hochvoltbatterie sitzt. Sie übernimmt wesentliche Aufgaben bei der Energieversorgung und beim Batteriemanagement.

KI überwacht Batterieproduktion

Bei der Fertigung setzt BMW auf automatisierte Prozesse und digitale Qualitätssicherung. Die Batteriezellen werden zunächst geprüft, mit Kühlsystemen verbunden und anschließend durch Laserschweißen elektrisch kontaktiert. Ein spezielles Schäumverfahren soll die mechanische Stabilität und Sicherheit erhöhen.

Produktionsdaten werden während sämtlicher Fertigungsschritte erfasst und ausgewertet. Digitale Zwillinge und KI-gestützte Prüfverfahren sollen mögliche Fehler frühzeitig erkennen. Auch die Schweißverbindungen werden während der Produktion in Echtzeit kontrolliert.

Vor der Auslieferung durchläuft jede Batterie eine abschließende Prüfung ihrer Funktion, Sicherheit und Qualität. BMW will an sämtlichen internationalen Fertigungsstandorten einheitliche Produktions- und Sicherheitsstandards anwenden.


Themen des Beitrags:
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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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