Elektromobilität
Laden während der Fahrt: Auf italienischer Autobahn startet spannende Studie zur Elektrowende

- In Italien läuft aktuell ein für die Elektrowende spannendes Pilotprojekt zur Erforschung neuartiger Lademöglichkeiten für E-Autos an.
- Dabei werden Fahrzeuge während der Fahrt auf der Autobahn drahtlos geladen.
- Der Ansatz ist nicht neu und wird bereits seit einigen Jahren von verschiedenen kommerziellen und wissenschaftlichen Initiativen untersucht.
Auf der italienischen Autobahn A35 Brebemi läuft derzeit ein weiteres Projekt zur Erprobung kabelloser Ladesysteme für Elektrofahrzeuge. Im Fokus steht ein speziell ausgerüsteter Iveco eDaily, der sowohl im Stand als auch während der Fahrt induktiv geladen werden kann, wie Branchenmedien berichten.
Drahtloses Laden während der Fahrt könnte Schlüsseltechnik der Elektrowende werden
Die eingesetzte Technologie trägt die Bezeichnung Dynamic Wireless Power Transfer (DWPT). Mit ihr soll untersucht werden, inwieweit sich induktives Laden im realen Straßenverkehr einsetzen lässt. Iveco will im Rahmen des Projekts vor allem Erfahrungen mit der Integration solcher Systeme in bestehende Verkehrsinfrastrukturen sammeln.
Die Autobahn A35 verbindet Brescia mit Mailand. Betreiber der Strecke ist der Konzessionär Brebemi, der zur internationalen Infrastrukturgruppe Aleatica gehört. Das Unternehmen nutzt die Strecke seit mehreren Jahren für verschiedene Projekte rund um elektrische Mobilität. Der eingesetzte eDaily wird Teil der sogenannten Argentea-Flotte des Betreibers. Diese Fahrzeuge werden für Wartungs- und Servicearbeiten entlang der Autobahn eingesetzt.
Beim Testfahrzeug handelt es sich um einen eDaily 42C Crew Van mit Doppelkabine und sechs Sitzplätzen. Grundlage ist die Serienversion des elektrischen Transporters von Iveco, die jedoch um eine induktive Ladeeinheit ergänzt wurde. Die Technik ist auf die Infrastruktur entlang der Teststrecke abgestimmt. Der Betrieb des Fahrzeugs erfolgt im Rahmen eines 36-monatigen Leasingvertrags.
Fortführung vorangegangener Studien
Das aktuelle Projekt knüpft an frühere Versuche auf der A35 an. Bereits zuvor hatte Brebemi mit der „Arena del Futuro“ eine Testumgebung geschaffen, in der induktive Ladesysteme unter realen Bedingungen erprobt werden. Dabei handelt es sich um einen Rundkurs entlang der Autobahn, auf dem Fahrzeuge während der Fahrt Energie aus im Asphalt integrierten Spulen aufnehmen können. Aus diesem Projekt ging später auch das Start-up VoltAire hervor, das entsprechende Technologien weiterentwickelt.
Auch international wächst das Interesse an induktiven Ladesystemen im Straßenverkehr. In Frankreich wurde kürzlich ein erster Autobahnabschnitt mit dynamischem kabellosem Laden in Betrieb genommen. In den USA laufen ebenfalls mehrere Pilotprojekte, unter anderem im Bundesstaat Florida, wo induktive Ladesysteme auf öffentlichen Straßen getestet werden. Ziel dieser Projekte ist es zu prüfen, ob Fahrzeuge während der Fahrt kontinuierlich Energie aufnehmen können und dadurch kleinere Batterien ausreichen würden.
Der Einsatz des eDaily auf der A35 dient vor allem der praktischen Erprobung im Alltagsbetrieb. Hersteller und Infrastrukturbetreiber wollen untersuchen, wie sich Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur im täglichen Einsatz verhalten. Dabei stehen unter anderem Energieübertragung, Systemstabilität und Wartungsaufwand im Mittelpunkt. Die Tests sollen zeigen, ob dynamisches induktives Laden langfristig eine Ergänzung zu herkömmlichen Ladesystemen im Straßengüterverkehr sein kann.
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