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Features als Abo

Kostenfalle Konnektivität: ADAC warnt vor undurchsichtigen Abo-Modellen im Auto

Symbolbild Carsharing
Quelle: Unsplash

Wer heute ein modernes Fahrzeug kauft oder least, kauft die Software oft nur auf Zeit. Ob Navigationskarten, App-Steuerung oder Infotainment-Dienste: Immer mehr Hersteller lassen sich digitale Features nach einer Testphase teuer bezahlen. Eine aktuelle Untersuchung des ADAC zusammen mit der Fachzeitschrift ct belegt nun, dass Transparenz bei diesen digitalen Zusatzkosten Mangelware ist. Das Problem ist dabei nicht nur der Preis, sondern vor allem die fehlende Vergleichbarkeit zwischen den Marken.

Große Unterschiede bei Gratis-Zeiträumen

Die Analyse zeigt eine enorme Spanne bei den kostenlosen Inklusiv-Zeiträumen für Remote-Dienste. Während Besitzer eines Skoda nach drei Jahren zur Kasse gebeten werden, zeigen sich Audi und Opel mit zehn Jahren deutlich großzügiger. Der Hersteller Nio sticht besonders positiv hervor, da hier zentrale Funktionen über die gesamte Lebensdauer des Autos kostenfrei bleiben sollen. Diese extremen Unterschiede machen es für Interessenten fast unmöglich, die Unterhaltskosten über mehrere Jahre hinweg seriös zu kalkulieren.

Navigation und Unterhaltung als Preistreiber

Richtig teuer wird es oft erst nach dem Ablauf der ersten Gratis-Monate. BMW ruft für seine Dienste knapp 10 Euro pro Monat auf, während Mercedes-Kunden für das volle Paket jährlich sogar bis zu 329 Euro einplanen müssen. Besonders kundenunfreundlich präsentieren sich laut ADAC Renault und Volvo. Bei Renault tappen Käufer bezüglich der Kosten nach 2027 völlig im Dunkeln. Volvo informiert seine Nutzer erst unmittelbar vor Ende der Testphase über die anfallenden Gebühren.

Gebrauchtwagenkauf wird zum Risiko

Für Käufer von jungen Gebrauchten ergibt sich daraus eine neue Falle. Der ADAC empfiehlt dringend, den Status der digitalen Dienste bereits vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag zu klären. Es droht das Szenario, dass gewohnte Funktionen wie die Standheizungs-Steuerung per Smartphone schon kurz nach dem Kauf kostenpflichtig werden oder ganz abschalten. Ein schriftlicher Nachweis über die dauerhaft im Fahrzeugpreis enthaltenen Features ist daher mittlerweile unverzichtbar.

Klare Forderungen an die Industrie

Die Automobilclubs fordern von den Herstellern ein Umdenken. Abos müssen beim Wiederverkauf zwingend auf den nächsten Besitzer übertragbar sein, um den Restwert nicht zu gefährden. Zudem müssen sicherheitsrelevante Updates und Funktionen über die gesamte Laufzeit des Wagens gratis bleiben. Langfristige Kostentabellen direkt beim Neuwagenkauf könnten zudem für die nötige Klarheit sorgen, die der Markt aktuell vermissen lässt.


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