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Sicherheit

Kann teuer werden: Cyberattacken bedrohen heimische Wallboxen

Wallbox
Wallbox, Quelle: Eren Goldman, Unsplash

Fahrer von E-Autos können ihre Fahrzeuge entweder an öffentlichen Ladepunkten und Schnellladesäulen, oder am heimischen Stromanschluss laden. Hierzu werden Wallboxen montiert, doch diese sind offenbar häufig anfällig für Cyberattacken. Diese können die Stromrechnung in die Höhe treiben und die Wallbox schlimmstenfalls ruinieren.

Heimische Wallbox nicht mehr sicher?

Wer ein E-Auto fährt, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen, sein Fahrzeug aufzuladen. Neben den immer zahlreicheren öffentlichen Ladepunkten, ist die heimische Wallbox eine Möglichkeit, das eigene Fahrzeug zu laden – zwar nicht so schnell wie an modernen Schnellladepunkten, dafür zeitlich flexibler. Doch mehrere Wallboxen sind offenbar von erheblichen Sicherheitslücken betroffen, wie Forscher der IT-Sicherheitsfirma Computest Security nun anhand einer Vorführung demonstrierten.

Bedrohte Sicherheit: Gehackte Wallbox wird teuer

Gelingt es einem Angreifer, diese Anfälligkeiten auszunutzen, kann er etwa kostenlos Strom Zapfen, das kann angesichts des Strombedarfs moderner E-Autos durchaus ins Geld gehen. Unangenehmer freilich wird es, wenn ein Angreifer etwa die Temperaturregelung der Geräte manipuliert.

Diese können dann überhitzen und schlussendlich zerstört werden, etwa Autels Maxi Charger ist für diese Möglichkeit anfällig.

Die Enel Juice Box 40 ist ebenfalls verwundbar und kann mit relativ wenig Aufwand attackiert werden – und daran wird sich auch nichts ändern.

Keine schnelle Abhilfe in Sicht

Besitzer betroffener Geräte dürfen nicht mit einem Software-Patch der Hersteller rechnen, wie die Forscher betonen. Die genutzte Firmware hat bereits das Ende ihrer Supportdauer erreicht, Updates werden nicht mehr ausgeliefert.

Immerhin, die Angriffe können nur aus der Nähe ausgeführt werden. Dafür bringen die Angreifer die WLAN-Verbindung zwischen Wallbox und Heimnetz durch Überladung mit Anfragen zeitweilig zum Zusammenbruch. Sobald das geschieht, wird das Bluetooth-Modul der Geräte wieder aktiviert, diese Komponente ist aber wiederum für einen anderen Angriff anfällig, der es erlaubt, fremden Code auf die Wallboxen zu schleusen.

Daneben besteht auch die Möglichkeit, dass die Wallboxen als Einfallstor für Schadsoftware ins heimische WLAN missbraucht werden. Einen einfachen Weg, sich vor diesen Problemen zu schützen, gibt es nicht.


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Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

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