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EX30-Kopfstützen können versagen: Volvo ruft 16.974 Fahrzeuge in Deutschland zurück

Volvo EX30
Volvo EX30, Quelle: Pressefoto

Volvo muss zahlreiche EX30 wegen eines Sicherheitsproblems an den Vordersitzen nachbessern. Die Kopfstützen können versagen und dadurch das Verletzungsrisiko erhöhen. In Deutschland sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 16.974 Fahrzeuge potenziell betroffen, weltweit umfasst die Aktion 232.431 Autos.

Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlichte den Rückruf am 29. Oktober 2026. Betroffen sind Fahrzeuge des vollelektrischen Volvo EX30 aus dem Produktionszeitraum 2023 bis 2026. Genauere Tagesdaten oder eine Einschränkung auf bestimmte Antriebsvarianten nennt der deutsche Datensatz nicht.

Volvo führt die Aktion unter dem Herstellercode R10396. In der KBA-Rückrufdatenbank ist sie unter der Referenz 17190R verzeichnet.

Befestigung der Kopfstützen wird verstärkt

Nach Beschreibung des KBA können die Kopfstützen der Vordersitze ihre Schutzfunktion nicht zuverlässig erfüllen. Dadurch steigt das Verletzungsrisiko für die Insassen. Als Abhilfe wird die Befestigung des Kopfstützenpolsters verstärkt.

Angaben zu bereits bekannten Unfällen oder Personenschäden enthält der veröffentlichte Datensatz nicht. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass entsprechende Vorfälle ausgeschlossen sind.

International ist die Kampagne bereits länger bekannt. Die australische Rückrufbehörde veröffentlichte die Aktion mit demselben Herstellercode am 19. Oktober. Sie beschreibt, dass sich die vorderen Kopfstützen bei einer Kollision bewegen oder vom Sitz lösen können. Für deutsche Halter sind die jetzt veröffentlichten KBA-Angaben maßgeblich.

Anderer Fehler als beim früheren Sitz-Rückruf

Der aktuelle Rückruf darf nicht mit einer älteren EX30-Aktion vom März verwechselt werden. Unter 16147R beziehungsweise R10357 hatte das KBA damals eine unzureichende Schweißnaht an der Rückenlehne erfasst. Diese konnte deren Schutzwirkung bei einem Unfall beeinträchtigen.

Die ältere Aktion betraf 152 Fahrzeuge in Deutschland. Der jetzige Rückruf betrifft dagegen die Befestigung der Kopfstützenpolster. Eine bereits erledigte Reparatur wegen des früheren Sitzproblems bedeutet deshalb nicht automatisch, dass auch die neue Maßnahme abgedeckt ist.

Halter sollten ihre Fahrgestellnummer prüfen lassen

Wer einen Volvo EX30 aus dem genannten Produktionszeitraum fährt, sollte die individuelle Betroffenheit bei einem Volvo-Servicepartner anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer prüfen lassen. Dabei helfen der Herstellercode R10396 und die KBA-Referenz 17190R, die richtige Aktion zuzuordnen.

Der Produktionszeitraum allein reicht dafür nicht aus: Nicht jedes darin gebaute Fahrzeug muss zwangsläufig betroffen sein.


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Über den Autor

Fabian Schwarzenbach

Fabian Schwarzenbach ist Journalist, Podcaster und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte sind Elektromobilität, neue Modelle, Fahrzeugtechnik und Digitalisierung. Bekannt ist er außerdem als Moderator des Apple-Podcasts „Apfelplausch“.

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