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Erste Tests absolviert: Kooperation zwischen VW und Rivian macht Fortschritte

Rivian R3 Front
Rivian R3 Front, Quelle: Pressefoto
  • Volkswagen treibt gemeinsam mit dem US-Elektroautohersteller Rivian die Modernisierung der Elektronik-Architektur seiner Fahrzeuge voran.
  • Erste Prototypen aus dem gemeinsamen Entwicklungsprojekt haben nun erfolgreiche Wintertests unter extremen Bedingungen bestanden.
  • Die Wolfsburger sind eine strategische Partnerschaft mit dem E-Autobauer eingegangen, um ihren Rückstand vor allem in Fragen der Softwaregrundlagen aufzuholen. Im Gegenzug wurde Rivian aus akuten Finanzproblemen errettet.

Die gemeinsamen Entwicklungsanstrengungen von VW und Rivian nehmen konkrete Züge an: Erste Prototypen mit der neuen Technik haben nun frühe Belastungstests absolviert. Die Erprobung fand laut Medienberichten im nordschwedischen Arjeplog nahe des Polarkreises statt. Seit November wurden dort mehrere Referenzfahrzeuge, darunter Modelle von Volkswagen, Audi und der US-Marke Scout, intensiven Kälte- und Belastungstests unterzogen. Auch der geplante Kleinwagen VW ID.Every1 war Teil der Versuchsreihe.

Erster Einsatz der neuen Technik ab 2027

Der ID.Every1, dessen Marktstart für 2027 zu einem Einstiegspreis von rund 20.000 Euro vorgesehen ist, soll das erste Serienmodell mit der neuen Elektronik-Architektur werden. In der Folge plant Volkswagen, die Technologie schrittweise auf weitere Marken des Konzerns auszuweiten, darunter Audi, Scout und später auch Porsche. Zum Einsatz kommt die Architektur ausschließlich in Elektrofahrzeugen.

Die technische Basis wird im Gemeinschaftsunternehmen Rivian and Volkswagen Group Technologies entwickelt, das Ende 2024 gegründet wurde. Ziel ist eine neue Generation sogenannter softwaredefinierter Fahrzeuge, bei denen zentrale Rechner die Steuerung zahlreicher Funktionen übernehmen. Dadurch sollen komplexe Steuergeräte-Strukturen reduziert und Software-Updates effizienter umgesetzt werden können.

VW will Spar- und Entwicklungspotenziale heben

Volkswagen verspricht sich von diesem Ansatz niedrigere Kosten, kürzere Entwicklungszeiten und mehr Flexibilität bei der Weiterentwicklung von Fahrzeugfunktionen. Zudem sollen Updates künftig verstärkt „over the air“ erfolgen, ohne Werkstattaufenthalt.

Die Zusammenarbeit von VW mit Rivian ist Teil einer umfassenden Investitionsstrategie und wird mit bis zu 5,8 Milliarden US-Dollar unterstützt. Parallel entwickelt Volkswagen für den chinesischen Markt eine separate Architektur gemeinsam mit dem Partner Xpeng. 🚗📊


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