Home » News » Allgemein » Autoland bald abgebrannt? Branche verliert zehntausende Jobs

Autodämmerung

Autoland bald abgebrannt? Branche verliert zehntausende Jobs

Autohändler
Symbolbild Autohändler, Quelle: Dieny Portinanni, Unsplash

Die deutsche Autoindustrie steckt in der Krise: Das lässt sich nicht nur an den tiefroten Unternehmensbilanzen überdeutlich erkennen, das zeigt auch eine andere Entwicklung eindrucksvoll: Die Branche verliert Jobs in großem Ausmaß. Vor allem ein Teilbereich der Autoindustrie ist betroffen.

Die deutsche Automobilindustrie rutscht in einen beispiellosen Beschäftigungseinbruch. Innerhalb eines Jahres schrumpfte die Gesamtbelegschaft um 6,3 Prozent, ein stärkerer Rückgang als in jeder anderen großen Industriebranche. Besonders hart trifft es die Zulieferer.

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts, aus denen Medienberichte zitieren, arbeiteten Ende des dritten Quartals noch 721.400 Menschen in der Autoindustrie. Das sind gut 48.700 weniger als ein Jahr zuvor und der niedrigste Stand seit 2011. Während die Hersteller selbst ihre Belegschaften um knapp vier Prozent reduzierten, strichen Zulieferer in der Teile- und Zubehörproduktion rund elf Prozent ihrer Stellen. Auch Karosserie- und Anhängerbauer meldeten mit minus vier Prozent deutliche Einschnitte.

Nicht nur die Autobranche ist betroffen

Der Abwärtstrend beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Autobranche. Massive Stellenverluste melden auch die Metallerzeugung und -verarbeitung (minus 5,4 Prozent), die Elektro- und IT-Geräteproduktion (minus 3,0 Prozent), die Kunststoffindustrie (minus 2,6 Prozent) sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 2,5 Prozent). Der Maschinenbau verlor 2,2 Prozent seiner Belegschaft, die chemische Industrie 1,2 Prozent.

Elektrifizierung und weitere Faktoren belasten die Branche

Laut Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK der Hans-Böckler-Stiftung, stehen die besonders betroffenen Industrien unter „drei massiven Belastungen“. Dazu zählt er geopolitische Verschiebungen, die den Zugang zu wichtigen Exportmärkten wie China und den USA erschweren, anhaltend hohe Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs und die kostspielige Transformation zur Elektromobilität. Hinzu komme eine spürbare Kaufzurückhaltung bei Fahrzeugen.

Die Zahlen unterstreichen die strukturelle Krise der Branche – und die wachsenden Herausforderungen für Unternehmen, Beschäftigte und den Industriestandort Deutschland.


Themen des Beitrags:
Verkehr

Über den Autor

Roman van Genabith

Roman van Genabith ist Journalist und Autor bei Sparneuwagen.de. Seine Schwerpunkte liegen auf Elektromobilität, Automobilwirtschaft, Marktentwicklungen und Mobilitätspolitik. Dabei ordnet er aktuelle Entwicklungen auch anhand ihrer wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe ein.

Jetzt leasen!

VW ID. Polo
Für 265,-- €/Monat brutto: VW ID. Polo Life 37 kWh 85 kW • Privat

VW ID. Polo Leasing für 265 Euro im Monat brutto [ohne Anzahlung]

Verbrauch und Umwelt WLTP: kombiniert: 13,3 kWh/100 km* • Emissionen: kombiniert: 0 g/km CO2*


Honda CR-V
Für 340,99 €/Monat brutto: Honda CR-V e:PHEV Elegance Tech • Gewerbe • Privat

Honda CR-V Leasing für 341 Euro im Monat brutto [sofort verfügbar]

Verbrauch und Umwelt WLTP: kombiniert: 11,6 kWh/100 km • kombiniert: 2,6 l/100 km* • Emissionen: kombiniert: 24 g/km CO2*


Cupra Terramar
Für 270,-- €/Monat brutto: Cupra Terramar 1.5 eTSI 110kW DSG • Gewerbe • Privat

Cupra Terramar Leasing für 270 Euro im Monat brutto [sofort verfügbar]

Stromverbrauch und Umwelt WLTP: kombiniert: 6,0 l/100 km* • Emissionen: kombiniert: 136 g/km CO2*