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Audi und VW: Händler erwarten steigende Preise

Audi A6 Sportback
Audi A6 Sportback; Quelle: Pressefoto

Die deutsche Autobranche hat es weiterhin schwer. Vor allem VW- und Audi-Händler sehen eher pessimistisch ins neue Jahr.

Die deutsche Automobilbranche steht weiter unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Eine spürbare Entlastung bei den Fahrzeugpreisen ist aus Sicht des Handels auch im Jahr 2026 nicht absehbar. Dennoch sieht der Vorsitzende des VW und Audi Partnerverbands, Alexander Sauer Wagner, weiterhin Chancen insbesondere im Bereich der Elektromobilität.

Preisauftrieb bei Audi und VW dürfte zulegen

Die Vertragshändler von Volkswagen und Audi rechnen für das neue Jahr mit weiter steigenden Preisen. Nach Einschätzung von Sauer Wagner treffen zunehmender Preisdruck und steigende Kosten unmittelbar auf die Handelsbetriebe. Belastend wirken vor allem höhere Zinsen, steigende Energie und Personalkosten sowie ein wachsender bürokratischer Aufwand. Der operative Einsatz nehme zu, ebenso Dokumentations und Berichtspflichten, während die wirtschaftlichen Spielräume schrumpften.

2025 brachte Licht und Schatten

Für das abgelaufenne Jahr 2025 zieht der Verbandschef eine differenzierte Bilanz. Die Kernmarke Volkswagen bewege sich beim Absatz auf einem soliden Niveau, der Marktanteil liege wieder bei rund 20 Prozent, sowohl bei Verbrennern als auch bei Elektrofahrzeugen. Bei Audi hingegen sei eine spürbare Zurückhaltung im Premiumsegment zu beobachten. Der intensive Wettbewerb führe dazu, dass Kunden Preise und Angebote sehr genau vergleichen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Verband damit, dass die Listenpreise tendenziell weiter steigen.

Gleichzeitig sieht Sauer Wagner Potenzial im Elektrogeschäft. Entscheidend sei weniger der Listenpreis als vielmehr die monatliche Leasingrate. Elektromobilität werde aktuell fast ausschließlich über Leasingmodelle verkauft. Sobald die monatliche Belastung unter das Niveau vergleichbarer Verbrenner sinke, funktioniere auch der Absatz. Für 2026 hält der Verbandschef eine Annäherung der Leasingraten von Elektro und Verbrennermodellen für realistisch.

Die jüngsten Lockerungen der EU beim Verbrenner Aus bewertet Sauer Wagner ambivalent. Langfristig werde sich die Elektromobilität durchsetzen. Fehle jedoch eine klare politische Linie, neige ein Teil der Kunden dazu, Kaufentscheidungen aufzuschieben. Dies wirke kurzfristig dämpfend auf die Marktdynamik, insbesondere im Elektrosegment.


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