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ADAC warnt dringend vor zwei Kindersitzen: Diese Modelle fallen im Crashtest durch

ADAC Test Kindersetz
ADAC Test Kindersetz, Quelle: ADAC/Test und Technik

Noch bevor der vollständige Kindersitztest veröffentlicht wird, schlägt der ADAC Alarm. Bei den aktuellen Untersuchungen sind zwei Kindersitze mit erheblichen Sicherheitsproblemen aufgefallen. Betroffen sind der Britax Römer Baby-Safe Pro in Verbindung mit der Isofix-Basis Vario Base 5Z sowie der Axkid Minikid Core. Die festgestellten Probleme sind aus Sicht des ADAC so gravierend, dass der Automobilclub bereits vor der Veröffentlichung der Gesamtergebnisse am 20. Oktober ausdrücklich vor den beiden Produkten warnt.

Die Tests werden gemeinsam mit der Stiftung Warentest und weiteren europäischen Partnern durchgeführt. Bei beiden Modellen treten die kritischen Probleme insbesondere dann auf, wenn sich der Kindersitz in der Liege- beziehungsweise Schlafposition befindet.

Britax Römer: Gurtschloss öffnet sich beim Frontalaufprall

Beim Britax Römer Baby-Safe Pro mit Vario Base 5Z zeigte sich im Frontalcrash ein besonders ernstes Problem. Befindet sich die Babyschale in Schlafposition, kann sich beim Aufprall das Gurtschloss öffnen. Im ADAC-Test wurde das Kind beziehungsweise der verwendete Dummy dadurch aus der Babyschale herausgeschleudert.

Der ADAC empfiehlt Besitzern deshalb, die Babyschale auf der Isofix-Basis vorerst möglichst aufrecht zu verwenden. Alternativ lässt sich der Baby-Safe Pro ohne die Vario Base 5Z mit dem Dreipunkt-Sicherheitsgurt des Fahrzeugs befestigen. Bei dieser Befestigungsart hielt das Gurtschloss in den durchgeführten Versuchen sowohl in Sitz- als auch in Liegeposition. Auch auf der Isofix-Basis bot die Babyschale in aufrechter Position einen guten Schutz.

Britax Römer untersucht nach Angaben des ADAC derzeit die Ursache und will anschließend über mögliche weitere Maßnahmen entscheiden. Denkbar sind unter anderem Reparatur- oder Austauschlösungen.

Britax Römer Baby Safe Pro + Vario Base 5Z
Britax Römer Baby Safe Pro + Vario Base 5Z, Quelle: ADAC/Test und Technik

Axkid Minikid Core bereits zurückgerufen

Auch beim Axkid Minikid Core stellten die Tester gravierende Schwächen fest. In Liegeposition entriegelte sich beim Crash der Stützfuß, gleichzeitig brach das Gurtschloss des integrierten Hosenträgergurtes aus der Sitzschale.

Der Dummy blieb zwar im Sitz, das zu erwartende Verletzungsrisiko war nach Einschätzung der Tester jedoch so hoch, dass der Sitz mit „mangelhaft“ bewertet werden muss.

Axkid hat bereits reagiert. Der Minikid Core wurde offiziell zurückgerufen und aus dem Verkauf genommen. Besitzer des betroffenen Modells sollen kostenlos einen Axkid Minikid Pro 4 als Ersatz erhalten.

Axkid Minikid Core
Axkid Minikid Core, Quelle: ADAC/Test und Technik

ADAC empfiehlt Kontakt zum Hersteller

Einen automatischen gesetzlichen Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch ergeben die Ergebnisse des ADAC-Tests nicht. Der Automobilclub empfiehlt betroffenen Eltern dennoch, direkt Kontakt mit dem jeweiligen Hersteller aufzunehmen und mögliche Lösungen beziehungsweise Kulanzregelungen zu klären.

Dass der ADAC bereits vor dem regulären Veröffentlichungstermin reagiert, zeigt, wie ernst die Tester die festgestellten Sicherheitsprobleme einschätzen. Normalerweise werden die Resultate des halbjährlichen Kindersitztests gesammelt veröffentlicht. In diesem Fall soll die Warnung Eltern jedoch möglichst früh erreichen.

Die vollständigen Ergebnisse des aktuellen ADAC-Kindersitztests folgen am 20. Oktober 2026. Dann wird sich auch zeigen, wie die übrigen getesteten Modelle bei Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und weiteren Prüfkriterien abschneiden.

Für Besitzer eines der beiden betroffenen Modelle gilt bis dahin vor allem: Die Warnung ernst nehmen und die Hinweise des ADAC beziehungsweise des Herstellers beachten.


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Über den Autor

Christian Lahl

Christian Lahl ist Redakteur und Autor bei Sparneuwagen.de. Sein Schwerpunkt liegt auf Leasingangeboten, Fahrzeugdeals und aktuellen Entwicklungen der Automobilbranche. Dabei legt er besonderen Wert darauf, Angebote transparent einzuordnen und die wichtigsten Konditionen verständlich zusammenzufassen.