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ADAC: Spritpreise sinken weiter, aber nicht weit genug

Tankstelle
Tankstelle, Quelle: Iade Michoko, Pixabay

Die Spritpreise sind zuletzt noch weiter gesunken – es müsste an der Tankstelle allerdings noch preiswerter sein, rechnet der ADAC vor. Die gesunkenen Rohölpreise werden offenbar nicht ausreichend an die Endverbraucher weitergegeben.

Die Spritpreise in Deutschland sind in der vergangenen Woche zwar weiter gefallen, doch nach Einschätzung des ADAC nicht ausreichend. Laut der aktuellen Auswertung des Automobilclubs liegt der Preis für einen Liter Super E10 derzeit im bundesweiten Schnitt bei 1,681 Euro – das entspricht einem Rückgang von 0,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Deutlicher fällt der Rückgang beim Diesel aus: Hier sank der Durchschnittspreis um 1,9 Cent auf aktuell 1,572 Euro pro Liter.

ADAC: Preise an der Tankstelle weiter zu hoch

Trotz dieser Entwicklung bewertet der ADAC das aktuelle Preisniveau in einer entsprechenden Mitteilung weiterhin als zu hoch. Grund dafür ist der Rückgang des Rohölpreises vor rund zwei Wochen: Die Sorte Brent fiel damals von etwa 75 auf unter 63 US-Dollar pro Barrel. Dieser Preisverfall hätte laut ADAC zu stärkeren Entlastungen an den Tankstellen führen müssen. Zwar zog der Ölpreis seither leicht an und liegt aktuell wieder bei rund 65 US-Dollar, dennoch halten die Experten die aktuellen Spritpreise für nicht gerechtfertigt hoch.

Euro müsste Preise weiter dämpfen

Ein weiterer Faktor, der aus Sicht des ADAC für günstigere Preise spricht, ist der starke Euro. Der Wechselkurs zur US-Währung stieg zuletzt auf fast 1,13 Dollar – der höchste Stand seit Anfang 2022. Da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, verbilligt sich der Import für den Euroraum und sollte sich entsprechend positiv auf die Preise an der Zapfsäule auswirken.

Der ADAC rät Autofahrern weiterhin, Preise vor dem Tanken zu vergleichen – etwa über die kostenlose App „ADAC Drive“, die aktuelle Spritpreise an über 14.000 Tankstellen in Deutschland anzeigt. Außerdem gilt: Wer abends tankt, spart oft bares Geld – im Vergleich zum Morgen können mehrere Cent pro Liter Unterschied liegen. Allgemein sind die Preise für Diesel und Benzin hierzulande recht hoch. In einer früheren Meldung lesen Sie, wieso die Deutschen an der Tankstelle generell zu viel zahlen.


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