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Restwert- oder Kilometerleasing: Welche Vertragsart ist sinnvoller?

Nissan Electrified: Elektrische Modellpalette des Autobauers
Nissan Electrified: Elektrische Modellpalette des Autobauers; Quelle: Pressefoto

Wenn ihr ein Auto least, habt ihr oftmals die Wahl zwischen Restwert- und Kilometerleasing. Dabei handelt es sich um die häufigsten Varianten – jedes Leasingfahrzeug ist mit einer der beiden unterwegs. Wir geben einen Überblick über die Möglichkeiten des Autoleasings, zeigen, wie die Modelle funktionieren und welche Vor- sowie Nachteile es für euch als Leasingnehmer:in gibt.

Was ist Autoleasing?

Beim Autoleasing „leiht“ ihr euch ein Fahrzeug vom Autohaus, dem sogenannten Leasinggeber. Die Miete wird über eine bestimmte Laufzeit (etwa 36 Monate) vereinbart. Nach Ablauf der drei Jahre gebt ihr das Fahrzeug beim Autohaus zurück. Während der Laufzeit wird eine monatliche Rate fällig, deren Höhe sich unter anderem nach Art und Bauart des Wagens und eventuellen Zusatzleistungen richtet.

Da ihr beim Autoleasing nur „mietet“, aber nicht kauft, geht das Fahrzeug nicht in euer Eigentum über. Daher solltet ihr entsprechend pfleglich mit dem Wagen umgehen, denn der Leasinggeber kann Schäden, die über normale Abnutzung hinausgehen, am Ende der Laufzeit in Rechnung stellen.

Allgemein ist der Unterschied zwischen Restwert- und Kilometerleasing schnell erklärt:

  • Restwertleasing: Zu Beginn der Laufzeit wird geschätzt, welchen Wert das Fahrzeug am Ende der Laufzeit hat. Bei Rückgabe wird erneut geschätzt – ist der Wert höher, erfolgt eine Auszahlung, ist er niedriger, müsst ihr nachzahlen
  • Kilometerleasing: Ihr vereinbart mit dem Leasinggeber eine gewisse Laufleistung über die Mietzeit. Bei Unterschreitungen gibt es Geld zurück, bei Überschreitungen der Laufleistung müsst ihr auch hier nachzahlen

Das Restwertleasing im Überblick

Wenn ihr ein beispielsweise einen VW Golf, einen Hyundai Kona oder einen Opel Corsa least und euch dabei für die Restwertmethode entscheidet, läuft das Autoleasing in diesen Schritten ab:

  • Der Leasingvertrag wird geschlossen. Der Gutachter schätzt, welchen Wert das Fahrzeug in zwei (oder mehr/weniger) Jahren haben wird. Als Berechnungsgrundlage nimmt er die allgemeine Abnutzung und die von Ihnen angegebene Laufleistung.
  • Ihr fahrt den Wagen und zahlt die monatlichen Leasingraten.
  • Bei Rückgabe wird der Wert des Fahrzeugs final geschätzt. Ist er höher als der ursprüngliche Schätzwert, erhaltet ihr die Differenz ausgezahlt. Ist er aber niedriger, etwa durch einen Imageverlust der Marke oder einen Unfall, müsst ihr den Differenzbetrag nachentrichten.

Leider ist es in der Praxis üblich, den Restwert bei Rückgabe niedriger zu schätzen, als ursprünglich gedacht. Klar ist nicht immer nachvollziehbar, ob dahinter tatsächlich ein geplantes Vorgehen steckt. Dennoch empfehlen wir euch, euer Leasingfahrzeug nicht nur beim Autohaus selbst, sondern im Vorfeld auch bei einem unabhängigen Gutachter bewerten zu lassen. So erhaltet ihr eine objektivere Begutachtung.

Generell ist das Restwertleasing aber mit immensen Risiken verbunden. Denn jeder Schaden, politische Entscheidungen oder Imageverluste der Fahrzeugmarke gehen unmittelbar zu euren Lasten. Für diese Zusatzrisiken gibt es keine echte Kompensation.

Diese Variante des Autoleasings hat aber dennoch einige Vorteile:

  • Die Laufleistung ist nicht begrenzt. Ihr entscheidet, wie viel ihr fahrt
  • Die Monatsraten können sehr viel niedriger als beim Kilometerleasing sein
  • Ihr seid flexibel, was die Nutzung des Fahrzeugs angeht

Das Kilometerleasing

Bekannter und in der Praxis weiter verbreitetet als Variante eins ist Variante zwei, das Kilometerleasing. Bei dieser Form des Leasings vereinbart ihr mit dem Autohaus eine maximale Kilometerleistung, die ihr über die Vertragslaufzeit verteilen könnt:

  • Der Leasingvertrag wird abgeschlossen. Ihr gebt an, wie viel ihr in den nächsten zwei Jahren (oder mehr/weniger) fahren möchtet. Auf dieser Grundlage berechnet das Autohaus die Leasingraten.
  • Ihr fahrt den Wagen und zahlt die vorgegebenen Raten.
  • Ihr gebt das Auto zurück. Seid ihr weniger gefahren als vereinbart wurde, erhaltet ihr eine Rückzahlung. Ist die Laufleistung dagegen höher, müsst ihr nachzahlen – in der Regel einen Festbetrag pro Kilometer.

Gut zu wissen: Die meisten Leasingverträge sehen eine „Toleranzzone“ von 1.000 bis 2.500 Kilometer vor. Ist die Laufleistung in dieser Höhe unter- oder überschritten, erfolgt weder eine Auszahlung noch eine Nachberechnung.

Wenn ihr euer Auto auf Kilometerbasis least, kommt ihr ebenfalls in den Genuss einiger Vorteile:

  • Das Risiko ist kalkulierbar – denn die Fahrleistung ist von vorn herein vorgeschrieben
  • Ihr profitiert von einer größeren Planungssicherheit
  • Die Kosten sind transparent und jederzeit nachvollziehbar

Damit ist das Kilometerleasing zu Recht die attraktivere Variante des Leasings. Zwar sind die Monatsraten etwas höher, dafür geht ihr aber nicht das immense Risiko bei Rückgabe und Wertermittlung des Fahrzeugs ein.

Fazit: Restwert- oder Kilometerleasing?

Für die meisten Privatkunden ist es beim Autoleasing sinnvoller, einen Vertrag auf Kilometerbasis zu schließen. So profitiert ihr von Planungssicherheit und habt bei der Rückgabe des Wagens keine besonderen Risiken. Davon ausgenommen ist aber das allgemeine Schadensrisiko, das es bei allen Leasing-Modellen gibt. Ihr müsst sicherstellen, dass ihr das Auto im vertragsgemäßen Zustand zurückgeben könnt!


Themen des Beitrags:
KilometerleasingRestwertleasing

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