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Bußgeldkatalog 2022: Welche Strafen drohen

Blitzer
Blitzer; Quelle: blickpixel/Pixabay

Seit Anfang 2022 ist der neue Bußgeldkatalog gültig. Kurz gesagt wurden die Zügel hinsichtlich der Bußgelder sowie die Vergabe von Punkten nochmals spürbar angezogen. Dies bezieht sich neben Bußgeldern ebenso auf ein vorübergehendes Fahrverbot sowie den Führerscheinentzug. Ob ihr privat oder vor allem geschäftlich viel mit euren Leasing-Pkw oder mit einem Nutzfahrzeug unterwegs seid: Berücksichtigt die neuen Vorgaben, die in der Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie im Straßenverkehrsgesetz (StVG) festgelegt worden sind. Nachfolgend erhaltet ihr grundlegende Informationen.

Der grundlegende Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten

Sich im Straßenverkehr fortzubewegen, ist anspruchsvoll und darüber hinaus mit zum Teil überraschenden und unvorhergesehenen Situationen verbunden. Die möglichen Vergehen werden dabei in zwei Kategorien aufgeteilt. Zu den typischen Ordnungswidrigkeiten gehören die nachfolgend gelisteten:

  • Geschwindigkeitsüberschreitungen
  • Zu geringer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug
  • Parken in Zonen mit Halte- und Parkverbot
  • Überfahren einer roten Ampel
  • Nicht behobene Mängel am eigenen Fahrzeug

Zum Teil sind die Grenzen zu Straftaten fließend, allerdings sind in vielen Fällen auch klare Grenzen gesetzt. Eine Straftat liegt oftmals bei folgenden Vergehen vor:

  • Fahren unter Alkoholeinfluss
  • Fahrerflucht, indem ihr den Unfallort unerlaubt verlassen
  • Verkehrsgefährdung durch falsches Überholgen und vergleichbare Vergehen
  • Unterlassene Hilfeleistung
  • Missbrauch eines Kennzeichens

Sämtliche Punkte werden in den Paragraphen der StVO umfangreich und minutiös geregelt.

Die am häufigsten begangenen Regelverstöße und die Konsequenzen

Auch wenn sie nicht an erster Stelle im Ranking stehen, sind Geschwindigkeitsübertretungen besonders gefährlich, seit der neue Bußgeldkatalog Anfang 2022 in Kraft getreten ist. Die Konsequenzen können abhängig von der Punktevergabe erheblich sein, wobei explizit zwischen Überschreitungen inner- und außerorts unterschieden wird. In der nachfolgenden Tabelle werden alle Übertretungen mit einem Pkw gelistet, die sich gravierend auswirken:

Bußgeldkatalog Vergehen
Bußgeldkatalog Vergehen

Liegt die Überschreitung der Geschwindigkeit höher als in den beiden Tabellen angegeben, müsst ihr mit einem längeren Fahrverbot und einem noch deutlicher ausfallenden Bußgeld rechnen. Für Wiederholungstäter, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums zweimal geblitzt oder anderweitig ertappt werden, erhöht sich die Strafe zusätzlich.

Flensburg und die Sache mit den Punkten

Unter Autofahrern hat die Stadt in Schleswig-Holstein mehr oder weniger traurige Berühmtheit aufgrund des Punkteregisters erlangt. Seit dem Jahr 2014 wird es nach einer Umbenennung als Fahreignungsregister (FAER) bezeichnet. Hier werden alle Vergehen ab einem Bußgeld von 60 Euro festgehalten, wenn darüber hinaus zumindest ein Punkt vergeben worden ist. Abhängig von Ihrem Punktekonto als Fahrer eines privaten Pkws oder eines Leasingfahrzeugs ergeben sich folgende Konsequenzen:

  • 1 bis 3 Punkte: Hier seid ihr noch im grünen Bereich. Es stehen keine weiteren Maßnahmen an, allerdings bleiben die Punkte über einen gewissen Zeitraum erhalten, was von der Schwere der Ordnungswidrigkeit abhängt.
  • 4 bis 5 Punkte: Hier beginnt die gefährliche Zone, die als gelbe Zone bezeichnet wird. Ihr erhaltet eine kostenpflichtige Mahnung in schriftlicher Form in Höhe von 25 Euro. Zugleich erhaltet ihr einen Hinweis darauf, dass ihr freiwillig an einem Fahreignungsseminar teilnehmen und Punkte abbauen könnt. Die Kosten belaufen sich abhängig von eurem regionalen Standort auf ca. 200 bis 400 Euro.
  • 6 bis 7 Punkte: Ihr seid im roten Bereich angelangt. Ihr erhaltet eine kostenpflichtige Verwarnung, zudem wird euch empfohlen, an einem Fahreignungsseminar teilzunehmen. Punkte können in diesem Fall nicht mehr abgebaut werden. Sie bleiben je nach Vergehen bis maximal 10 Jahre erhalten.

Ab 8 Punkten droht euch unweigerlich ein Fahrverbot von 6 Monaten bis zu 5 Jahren. Seid ihr beruflich abhängig von eurem Leasing-BMW, Leasing-Volkswagen oder Co, kann das existenzgefährdend sein.

Fazit zum neuen Bußgeldkatalog 2022 und den Konsequenzen

Bußgelder werden auch für Abstandsverstöße und viele weitere Vergehen im Straßenverkehr erhoben – oftmals kommen Punkte hinzu. Empfehlenswert ist bei Unsicherheiten, eine kostenlose Abfrage über das Kraftfahrtbundesamt (KBA) durchzuführen, um Einsicht in Ihr Fahreignungsregister zu erhalten.

Bleibt zum Schluss die Empfehlung: Fahrt vorsichtig und umsichtig, damit ihr nach Ablauf des Vertrags mit gutem Gewissen Leasingangebote für euren neuen Mercedes oder Co eine andere Marke einholen könnt.


Themen des Beitrags:
Bußgeldkatalog

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