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Kia Österreich-Chef im Interview: Verbrenner ist ein Auslaufmodell

Kia hat in Europa ambitionierte Pläne: In einem Interview sprach Harald Hölzl, Chef von Kia Österreich, nun darüber, wie der Autobauer in den europäischen Märkten bis 2027 angreifen möchte. Elektromodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.
Für die kommenden Jahre formuliert Hölzl klare Wachstumsziele. Ab 2026 plant Kia eine breite Produktoffensive mit mehreren neuen Elektrofahrzeugen. Dazu zählen die Modelle EV2, EV4 und EV5 sowie mit der rein elektrischen PV5 Baureihe erstmals auch Nutzfahrzeuge. Mit dem EV2 adressiert Kia gezielt das volumenstarke B Segment. Ziel sei ein gesundes, schrittweises Wachstum und der kontinuierliche Ausbau der Marktanteile.
Hölzl: Die Zukunft ist elektrisch
In Europa betrachtet Kia den Verbrennungsmotor langfristig als Auslauftechnologie. Die strategische Ausrichtung sei eindeutig auf Elektromobilität fokussiert und die kommenden Produktanläufe unterstrichen diesen Kurs. Gleichzeitig halte man bestehende Verbrenner weiterhin im Portfolio, um Kundenwahlfreiheit zu gewährleisten. Aus Sicht von Hölzl sei jedoch eine klare Richtung notwendig. Uneinheitliche Signale würden Unsicherheit erzeugen, sowohl bei Herstellern als auch bei Kunden und Handelspartnern, die erhebliche Investitionen in die elektrische Zukunft leisten müssten.
Der Transformationsprozess sei mit hohen Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbunden. Entsprechend wichtig sei ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten. Kia habe 2025 in Österreich einen Anteil von rund 25 Prozent rein elektrischer Fahrzeuge erreicht und damit deutlich zugelegt. Für das kommende Jahr strebt der Importeur einen BEV Anteil von rund 40 Prozent an.
In Deutschland möchte die Bundesregierung mit einem neuen Förderprogramm für E-Autos einen weiteren Anlauf unternehmen, die Elektrowende in Schwung zu bringen.
Kia will mit Stromern deutlich wachsen
Hölzl rechnet auch mittelfristig mit hohen Wachstumsraten bei Elektrofahrzeugen. Der Markt werde sich neu verteilen, wie Beispiele aus Skandinavien sowie aus Ländern wie den Niederlanden und Belgien mit BEV Anteilen von über 50 Prozent zeigten. Diese Entwicklung lasse sich mit dem aktuellen Kia Portfolio abbilden. Für Österreich komme hinzu, dass die Ladeinfrastruktur sehr gut ausgebaut sei und insbesondere im ländlichen Raum viele Nutzer zu Hause laden könnten.
Gleichzeitig sieht der Kia Österreich Chef gut informierte Kunden mit klaren Erwartungen, aber auch eine Vielzahl von Fehlannahmen. Aussagen zu angeblich zu hohen Kosten oder unrealistischen Reichweiten prägten weiterhin die öffentliche Diskussion. Kia arbeite gezielt daran, solche Vorurteile abzubauen. Hölzl verweist dabei auch auf seine eigene Erfahrung, er fährt seit mehreren Jahren vollelektrisch durch Europa und sieht die größten Vorbehalte häufig bei Menschen ohne eigene E Auto Erfahrung.
Auf das Thema Reichweite reagiert Kia mit unterschiedlichen Batteriegrößen innerhalb der Modellpalette. Dabei gehe es nicht nur um maximale Kapazität. Auch der Wunsch nach kleineren, leichteren Batterien werde zunehmend geäußert, was zeige, dass sich die Kundenerwartungen weiter ausdifferenzieren.
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