BYD
In unter 10 Minuten voll: BYD stellt neue Turboladetechnik vor

- Der chinesische Autobauer BYD hat eine neue Schnellladegeneration und eine weiterentwickelte Batterie vorgestellt.
- Mit der Technologieoffensive will der Konzern seine Wettbewerbsposition stärken, nachdem der Absatz zuletzt schwächer ausgefallen war.
- Für die neue Technik sind auch umgerüstete Ladepunkte erforderlich.
BYD-Autos sollen in Zukunft schneller laden und nutzen dazu eine neue Technik, wie der Konzern nun mitteilte. Kern der Ankündigung ist ein neues Schnellladesystem sowie die Batterie „Blade 2“. Nach Angaben von Unternehmenschef Wang Chuanfu sollen bis Ende des Jahres rund 20.000 Schnellladepunkte in China entstehen. Ein Großteil werde an bestehende Ladeinfrastruktur angebunden, zusätzlich seien etwa 2.000 neue Stationen an Autobahnraststätten geplant. Im Schnitt solle damit alle 100 Kilometer entlang chinesischer Autobahnen eine BYD-Ladestation verfügbar sein. Ab Ende des Jahres plant der Konzern, die Technologie auch international einzusetzen.
Fast so schnell vollladen wie volltanken
Die zweite Generation der Ladeeinheiten erreicht laut Unternehmen eine Leistung von bis zu 1.500 Kilowatt pro Ladepunkt. Damit liegt sie deutlich über der im Vorjahr vorgestellten ersten Generation. BYD zufolge lassen sich kompatible Elektroautos in etwa fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent laden, eine nahezu vollständige Ladung soll in rund neun Minuten möglich sein.
Allerdings ist die Technologie zunächst nur in wenigen Fahrzeugen verfügbar. Die neue „Blade 2“-Batterie soll zunächst in zehn Modellen eingesetzt werden, die überwiegend im oberen Marktsegment angesiedelt sind. Auch an herkömmlichen Schnellladestationen sollen diese Fahrzeuge schneller laden können als bisher.
Analysten gehen davon aus, dass BYD die Technologie mittelfristig auch in volumenstärkeren Fahrzeugklassen einsetzen könnte. Dies gilt als wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Herstellers weiter zu stärken.
BYD in China unter Druck
Der Vorstoß erfolgt in einer Phase zunehmenden Wettbewerbs im chinesischen Automarkt. Mehr als 100 Marken konkurrieren dort mit aggressiven Preisstrategien um Marktanteile. In den vergangenen Monaten lag der Absatz von BYD teilweise unter den Werten des Vorjahreszeitraums. Besonders seit Dezember gingen die Verkaufszahlen deutlich zurück.
Ein möglicher Faktor ist das Auslaufen eines staatlichen Tauschprogramms für Konsumgüter, das den Kauf neuer Fahrzeuge begünstigt hatte. Die chinesische Regierung prüft jedoch eine Verlängerung der Förderung, wobei noch unklar ist, ob Elektroautos erneut einbezogen werden.
Kostenlose Schnellladung für Käufer
Um die Nachfrage anzukurbeln, koppelt BYD die Einführung der neuen Ladeinfrastruktur an ausgewählte Fahrzeugmodelle. Käufer der zehn Modelle mit der neuen Batterie sollen ein Jahr lang kostenlos an den Schnellladestationen laden können.
Branchenbeobachter sehen laut Handelsblatt-Bericht darin auch den möglichen Aufbau eines eigenen Schnellladeökosystems. Sollte die Infrastruktur auch für Fahrzeuge anderer Hersteller nutzbar sein, könnte dies BYD zusätzliche Einnahmequellen eröffnen und die Position im globalen Wettbewerb stärken.
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