Einbruch
Gewinn halbiert: 2025 war trotz Sparprogramm schwarzes Jahr für Mercedes

- Mercedes legt eine rabenschwarze Bilanz vor.
- Umsatz und Gewinn haben sich 2025 glatt halbiert.
- Die eingeleiteten Sparmaßnahmen konnten diesen Einbruch nur unzureichend abfedern.
Beim Autobauer Mercedes-Benz ist der Gewinn 2025 erneut deutlich eingebrochen. Das Konzernergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch Zölle, negative Wechselkurseffekte sowie den intensiven Wettbewerb in China. Kostensenkungen von mehr als 3,5 Milliarden Euro in der Pkw-Sparte konnten den Gegenwind nur teilweise abfedern.
Abwärtstrend setzt sich ungebrochen fort
Auch der Umsatz entwickelte sich rückläufig und ging um neun Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel um 57 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro. Damit schrumpfte der Gewinn bereits im dritten Jahr in Folge und jeweils stärker als zuvor.
Konzernchef Ola Källenius erklärte, die Ergebnisse lägen angesichts eines dynamischen Marktumfelds im Rahmen der eigenen Prognose. Mercedes setze weiterhin auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem deutlich höheren operativen Ergebnis.
China bleibt trotz schwierigem Marktumfeld zentral
Der Absatz entwickelte sich ebenfalls schwächer. Mercedes verkaufte 2025 insgesamt rund 2,16 Millionen Pkw und Vans. Der Pkw-Absatz lag mit etwas mehr als 1,8 Millionen Fahrzeugen um neun Prozent unter dem Vorjahreswert. Besonders stark fiel der Rückgang in China aus, wo die Verkäufe um 19 Prozent sanken. Trotz des Einbruchs bleibt China der wichtigste Einzelmarkt, dort wurde weiterhin fast ein Drittel aller Mercedes-Pkw abgesetzt.
Bereits im Jahr zuvor hatte der Konzern auf die angespannte Lage mit einem umfassenden Sparprogramm reagiert. Dieses soll die Profitabilität wieder steigern. Bis 2027 plant Mercedes, die Produktionskosten um zehn Prozent zu senken, Materialkosten zu optimieren und die Fixkosten um weitere zehn Prozent zu reduzieren. Ergänzend setzt das Unternehmen auf ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Bereichen außerhalb der Produktion.
Die Mercedes-Aktie geriet nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich unter Druck: Nachdem das Papier zu Handelsbeginn zunächst mit heftigen Abschlägen reagiert hatte, konnte die Aktie ihre Verluste gegen Mittag auf gut 2,5% eingrenzen.
Mercedes-Benz