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Elon Musk sorgt für Konfusion bei Tesla-Robotaxis, Waymo startet in Miami

Tesla Robotaxi Cybercab
Tesla Robotaxi Cybercab, Quelle: PRessefoto
  • Die autonomen Robotaxis von Waymo fahren ab sofort auch in Miami.
  • Unterdessen sorgte Tesla-Chef Elon Musk kurzfristig für Aufregung.
  • Er hatte behauptet, die Tesla-Robotaxis seien in Austin inzwischen auch ohne Sicherheitsfahrer unterwegs.

Während Waymo seinen fahrerlosen Dienst auf eine weitere US Metropole ausweitet, sorgt Tesla mit einer Ankündigung zu angeblich fahrerlosen Robotaxis in Austin für Aufmerksamkeit, Missverständnisse und Kursbewegungen an der Börse.

Waymo startet in weiterer Stadt

Waymo hat seinen vollautonomen Robotaxi Service nun auch in Miami für die Öffentlichkeit freigegeben. Damit ist die Stadt nach Phoenix, San Francisco, Los Angeles, Austin und Atlanta bereits der sechste Standort, an dem Waymo Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer nach SAE Level 4 im regulären Betrieb unterwegs sind. Das anfängliche Einsatzgebiet umfasst rund 155 Quadratkilometer und deckt zentrale Stadtteile wie Wynwood, Design District, Brickell und Coral Gables ab. Perspektivisch soll der Service auch auf Verbindungen zum internationalen Flughafen ausgeweitet werden.

Parallel dazu hatte Tesla Chef Elon Musk über seinen Kurznachrichtendienst X erklärt, man habe in Austin mit Robotaxi Fahrten ohne Sicherheitsüberwacher an Bord begonnen. Die Aussage ließ zunächst vermuten, Tesla habe erstmals vollständig fahrerlose Fahrzeuge im Einsatz. Entsprechend reagierte die Aktie mit einem kurzfristigen Kursplus von rund vier Prozent. Musk bekräftigte seine Aussagen zudem im Umfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos und sprach davon, autonomes Fahren technisch gelöst zu haben.

Kreative Auslegung der Tatsachen

Bei genauerer Betrachtung relativierte sich die Ankündigung jedoch schnell. Zwar befindet sich in den Tesla Fahrzeugen in Austin tatsächlich kein Sicherheitsfahrer mehr im Innenraum. Allerdings werden die Fahrzeuge weiterhin überwacht. Sicherheitsmonitore sitzen in separaten Fahrzeugen und können bei Bedarf per Fernzugriff eingreifen. Eine vollständige Autonomie ohne menschliche Überwachung im Betriebsgebiet nach SAE Level 4 hat Tesla damit weiterhin nicht erreicht. Auch regulatorisch ist Tesla bislang nur für überwachte Systeme zugelassen. Das unter dem Namen Full Self Driving angebotene System darf ausschließlich in einer Supervised Variante genutzt werden, bei der der Fahrer jederzeit eingriffsbereit bleiben muss.

Im Unterschied dazu operiert Waymo bereits seit längerer Zeit mit einem redundanten Sensorsystem aus LiDAR, Radar und Kameras. Diese Architektur ermöglicht es den Fahrzeugen, auch bei Ausfall einzelner Komponenten sicher weiterzufahren oder kontrolliert anzuhalten. Tesla setzt hingegen ausschließlich auf Kameras und KI gestützte Bilderkennung. Musk verteidigt diesen Ansatz als skalierbarer und ausreichend leistungsfähig, Kritiker verweisen jedoch auf die daraus resultierenden Einschränkungen bei der Zulassung höherer Autonomiestufen.

Vor dem öffentlichen Start in Miami hatte Waymo das übliche mehrstufige Vorgehen umgesetzt. Zunächst wurden die Straßen kartiert, anschließend Testfahrten mit Sicherheitsfahrern durchgeführt und später fahrerlose Fahrten für Mitarbeitende freigegeben. Erst jetzt ist der Dienst für alle Nutzer geöffnet und kann über die Waymo App gebucht werden. Die Flottenverwaltung übernimmt dabei das Startup Moove.

Die Stadt Miami begrüßt den Start des Dienstes ausdrücklich. Vertreter der Bezirksverwaltung betonen das Potenzial autonomer Mobilitätsangebote für eine bessere Vernetzung und zusätzliche Transportoptionen, verweisen zugleich aber auf hohe Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und Verantwortlichkeit.

Waymo plant bereits die nächsten Schritte. Noch in diesem Jahr sollen weitere US Städte folgen, darunter Dallas, Houston, San Antonio und Orlando. Auch Standorte wie Detroit, Las Vegas, San Diego, Denver, Nashville und Washington stehen auf der Roadmap. Darüber hinaus will Waymo erstmals auch außerhalb der USA aktiv werden und den Dienst in London starten.

Das Duell zwischen Waymo und Tesla verdeutlicht damit erneut die unterschiedlichen technologischen Ansätze und Entwicklungsstände beim autonomen Fahren. Während Waymo seinen Vorsprung beim fahrerlosen Betrieb weiter ausbaut, bleibt Tesla trotz ambitionierter Ankündigungen bislang auf überwachte Systeme angewiesen.


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