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Ende einer Ära

Der Diesel stirbt aus: Autobauer nehmen Modelle aus dem Angebot

Diesel Verbotschild
Diesel Verbotschild Bild:©istock.com/Tanaonte

Verbrenner sind beim Autokauf in Deutschland zwar aktuell wieder beliebt, aber eine Antriebsart fliegt bei den Herstellern mehr und mehr aus dem Sortiment: Der Diesel leidet unter Liebesentzug der Autobauer. Immer mehr Dieselvarianten werden aus den Fertigungsprozessen entfernt. Hintergrund sind die verschärften Flottengrenzwerte in der EU.

Dieselmotoren werden bei Autobauern immer unbeliebter

Viele Varianten der Modelle mit Dieselmaschine werden demnächst aus den Fertigungslinien verschwinden oder wurden bereits abgekündigt. So wird Mercedes bei den kommenden Modellen der Baureihen CLA, GLA oder GLB keine Dieselmotoren mehr anbieten, auch Plug-in-Hybride wird es bei diesen Modellen nicht mehr geben, berichtet heute das Handelsblatt unter Berufung auf Informationen aus dem Konzernumfeld.

Diese Modelle wird es in Zukunft ausschließlich vollelektrisch oder mit Benzinmotor geben. BMW wird bei den neuen 5er-Modellen nur noch für den Export nach Nordamerika einen Diesel anbieten.

Hersteller wollen neue Diesel-Grenzwerte vermeiden

Langfristig steht der Umstieg auf E-Autos für alle Autobauer auf der Agenda, doch die Elektrowende ist zuletzt deutlich ins Stocken gekommen. In Deutschland brach der Absatz im ersten Quartal gar um 14% ein. Dennoch wollen die Hersteller nicht mehr auf den Diesel setzen.

Ein Grund: Die neuen verschärften Grenzwerte der Euro-7-Norm sehen einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß vor. Die Motoren auf Einhaltung der Grenzwerte zu trimmen, verlangt den Unternehmen einiges ab.

Hoher Personalbedarf für normgerechte Motoren

Die Norm sieht auch die Notwendigkeit vor, dass alle Hersteller ihre Motoren neu zertifizieren lassen müssen, damit verbunden sei ein immenser personeller Bedarf, klagen die Autobauer. Diesen Aufwand möchten die Firmen möglichst weit drücken und verzichten daher vielfach darauf, Maschinen neu zertifizieren zu lassen.

Aber auch beim Benzinmotor gibt es Stolpersteine: In Zukunft muss auch der Stickoxid-und Feinstaubausstoß für jeden Motor dokumentiert werden, das sei bei Benzinern noch gar nicht üblich und die Prozesse hierfür nicht entwickelt, so die Klage der Autoindustrie.

Diese zieht ihre Konsequenzen: VW etwa will ab 2026 aus der Verbrennerentwicklung und 2033 aus dem gesamten Verbrennersegment aussteigen. Andere Hersteller geben sich noch keine klaren Fristen und behalten die Entwicklung in anderen wichtigen Schlüsselmärkten wie den USA und Asien im Blick.


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