BMW
BMW setzt auf humanoide Roboter in der Produktion

- BMW startet in Deutschland erstmals den Einsatz humanoider Roboter in der Produktion.
- Im Werk Leipzig beginnt ein Pilotprojekt, das den praktischen Nutzen der Technologie in der Fahrzeugmontage, der Batteriefertigung sowie im Komponentenbau evaluieren soll.
- Wettbewerber wie Mercedes treiben vergleichbare Initiativen an deutschen Standorten voran.
BMW setzt erstmals an Standorten in Deutschland auf den Einsatz humanooider Roboter in der Produktion. Der Konzern knüpft dabei an Erfahrungen aus den USA an. Im Werk Spartanburg werden bereits humanoide Systeme des Unternehmens Figure getestet. Die dortige Pilotphase lief im vergangenen Jahr an.
Produktionsvorstand Milan Nedeljković, der im Mai die Nachfolge von Oliver Zipse an der Konzernspitze antreten soll, sieht in der Digitalisierung einen zentralen Wettbewerbsfaktor. Die Produktionsverantwortlichen rücken bei BMW traditionell häufig in die oberste Führungsebene auf. Auch Zipse leitete vor seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden das Produktionsressort.
In Leipzig sollen zunächst zwei humanoide Roboter zum Einsatz kommen. Michael Ströbel, verantwortlich für Prozessmanagement und Digitalisierung in der Produktion, geht davon aus, dass innerhalb von fünf Jahren mehrere tausend Systeme konzernweit integriert werden könnten.
Zum Einsatz kommen in Deutschland die humanoiden Roboter „Aeon“ des schweizerischen Unternehmens Hexagon Robotics, das zum schwedischen Hexagon Konzern gehört. Erste Tests fanden bereits im vergangenen Winter statt. Weitere Erprobungen sind für April geplant, bevor das Pilotprojekt im Sommer in die nächste Phase geht.
Auch Wettbewerber investieren
Auch Mercedes treibt die Integration humanoider Systeme voran und investiert nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag. In den Werken Kecskemet und Marienfelde werden bereits erste Exemplare des Roboters „Apollo“ eingesetzt, der vom US Unternehmen Apptronik entwickelt wird. Mercedes ist seit dem vergangenen Jahr an dem texanischen Hersteller beteiligt.
Hyundai plant, ab 2028 in einem US Werk Roboter seiner Tochter Boston Dynamics einzusetzen. Tesla Chef Elon Musk kündigte an, seine „Optimus“ Roboter perspektivisch in Fabriken zu etablieren. Der Zulieferer Schaeffler plant, bis 2035 mehrere tausend humanoide Roboter in sein Produktionsnetzwerk zu integrieren und arbeitet dafür mit Neura Robotics zusammen.
Experten erwarten breitere Einführung vor 2030
Branchenexperten rechnen damit, dass humanoide Roboter noch vor 2030 in größerem Umfang in Fabriken Einzug halten werden. Adrian Reisch, Partner bei EY Consulting, spricht von einer nächsten industriellen Entwicklungsstufe, bei der Künstliche Intelligenz physisch in Produktionsprozesse eingebunden wird. Unternehmen, die sich frühzeitig mit der Technologie befassen, könnten strategische Vorteile sichern.
Im Industrials AI Innovation Hub von EY in Stuttgart informieren sich laut Beratung regelmäßig Unternehmen über konkrete Einsatzmöglichkeiten. Neben humanoiden Systemen werden dort unter anderem Robotiklösungen von ABB, Kuka und Fanuc getestet, die mithilfe KI gestützter Software komplexe Greifaufgaben erlernen.
Auch in anderen Branchen sind autonome Systeme bereits im Einsatz. Beim Baustoffkonzern Heidelberg Materials kontrolliert ein vierbeiniger Roboter von Boston Dynamics Produktionsanlagen im Stammwerk Leimen. Er erfasst optische und akustische Daten, um Energieverluste oder technische Störungen frühzeitig zu erkennen.
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