BMW
Auch BMW macht Rückzieher bei selbstfahrenden Autos

- Auch BMW tritt bei selbstfahrenden Fahrzeugen auf die Bremse.
- Hoch automatisiertes Fahren auf der Autobahn wird vorerst nicht weiter angeboten.
- Das Feature blieb indes unzuverlässig und problembehaftet.
Nach Mercedes zieht offenbar auch BMW Konsequenzen aus der begrenzten Praxistauglichkeit hochautomatisierter Fahrsysteme nach SAE-Level 3. Wie die Automobilwoche berichtet, soll BMW den 2023 vorgestellten und 2024 eingeführten „Personal Pilot L3“ mit der Modellpflege des 7er im April 2026 wieder aus dem Programm nehmen.
Das System ermöglichte hochautomatisiertes Fahren auf Autobahnen bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h, etwa im Stau oder bei stockendem Verkehr. In diesem Szenario übernahm das Fahrzeug Lenkung, Abstand und Geschwindigkeit vollständig, der Fahrer durfte sich anderen Tätigkeiten widmen, musste jedoch jederzeit eingriffsbereit bleiben.
Funktion blieb stets fehlerbehaftet
In der Praxis erwies sich das System jedoch als teuer und stark eingeschränkt. Für die Funktion sind unter anderem zusätzliche Lidar-Sensoren erforderlich, was die Kosten deutlich erhöht. Gleichzeitig ist der Einsatzbereich auf bestimmte Autobahnsituationen mit niedriger Geschwindigkeit begrenzt. Vor diesem Hintergrund scheint BMW den Fokus neu auszurichten.
BMW backt kleinere Brötchen
Künftig soll der Schwerpunkt auf weiterentwickelten Level-2-Systemen liegen. Für Kunden bedeutet das voraussichtlich auch eine deutliche Preisreduktion. Statt rund 6.000 Euro für das Level-3-System dürfte das neue Assistenzpaket preislich näher an 1.450 Euro liegen, wie es beim neuen iX3 aufgerufen wird.
Der iX3 gilt als erstes Modell der Neuen Klasse. Mit der Überarbeitung des 7er im April 2026 sollen Design- und Technologieelemente dieser Plattform Einzug halten. Dazu zählt laut Bericht auch ein neues Level-2-Fahrerassistenzsystem, das erstmals im iX3 eingesetzt wird.
Im Mittelpunkt steht der sogenannte Autobahnassistent. Er erlaubt bei Geschwindigkeiten bis 130 km/h das Fahren ohne Hände am Lenkrad, sofern der Fahrer aufmerksam bleibt und das Verkehrsgeschehen beobachtet. Das System hält das Fahrzeug in der Spur und kann Spurwechsel nach Blickbestätigung automatisch durchführen. Dieses „hands-off, eyes-on“-Prinzip erweitert den Komfort im Vergleich zu klassischen Assistenzsystemen deutlich, bleibt jedoch formal auf SAE-Level 2.
Im iX3 ist der Autobahnassistent Bestandteil des optionalen Pakets „Autobahn- & City-Assistent“. Neben Autobahnfunktionen umfasst es auch urbane Assistenzsysteme, etwa das automatische Anhalten an roten Ampeln und das selbstständige Wiederanfahren. Weitere Funktionen für komplexe Stadtverkehrssituationen sollen später per Software-Update freigeschaltet werden. Dank entsprechender Zulassungen kann BMW das System in rund 60 Ländern anbieten.
Bereits zuvor hatte Mercedes angekündigt, sein Level-3-System Drive Pilot vorerst nicht weiter auszubauen. Stattdessen setzt das Unternehmen mit MB.Drive Assist Pro auf ein erweitertes Level-2-Konzept mit Navigationsintegration, das eine teilautomatisierte Fahrt von Tür zu Tür ermöglichen soll. Damit scheint sich bei deutschen Premiumherstellern eine strategische Fokussierung auf leistungsfähige, aber regulatorisch weniger komplexe Assistenzsysteme abzuzeichnen.
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